Hass Gedanken

Triggerwarnung

„Mit dem Begriff Triggerwarnung bezeichnet man in Internetforen, die in der Selbsthilfe zum Beispiel bei posttraumatischen Belastungsstörungen dienen, einen Warnhinweis auf mögliche Auslösereize (Auslöser, engl. trigger).[1]

Damit soll ein Mensch, der selbst Lebensbedrohliches erlebt hat, vor einer ungewollten Erinnerung an die belastende Situation durch die Berichte anderer gewarnt werden.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Triggerwarnung

Ichhabe einen eigenartigen Text verfasst. Oft kommt es hoch. Das musste raus. Vielleicht ist er auch garnicht so eigenartig. Überzeug dich. 

Es gibt diese Momente, wo ich mich hasse, wo ich mich Abgrundtief hasse und der Wunsch nach Selbstverletzung groß ist. Wo ich meine Krankheiten hasse. Es gibt auch diese Momente, wo ich manche Menschen hasse. Für ihre Art und für das, was einige kaputt machen. Der Mensch ist das schlimmste Tier. Ich habe manchmal ein völliges Unverständnis für die Art von Menschen, wie sie Handeln und fühlen. Ich kann das in solch Momenten, garnicht zum Ausdruck bringen. Es ist ein Hass, ein Abgrundtiefer Hass. Es ist ja nicht alles und jeder, schlecht. Solch Oberflächlichkeit passt nicht zu mir. Vielleicht sind es nur Fragmente der einzelnen. Ich nehme das durch meine Hochsensibilität auch noch sehr intensiv wahr.

Was ist das denn für ein innerer Druck? Was für eine Macht? Ich habe mich schon selbst verletzt. Ich fand es erlösend. Befreiend. Wie eine Art Ventil, was ich öffnete. Weil ich anders nicht aus mir raus kommen konnte. Weil ich mit dem Überangebot, an Problem Gedanken, nicht mehr klar kam. Das ist wie ein Unwetter. Ein Orkan. Die völlige Entladung. Der Hass bricht über uns hinein. Wir werden unsittlich bespuckt. Immer muss man sich davor retten. „Bleibt drinnen. Schützt euch davor. Es kann nur gut sein.“ Entladene Spannungen melancholischer Reize. Welch Spannung sich entlädt. Welch Dramaturgie. 

Die beste Art sich zu rächen ist: Nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten. (Zitat: Mark Aurel)

Ich war nie sonderlich aggressiv. Nie. Innerlich nur, nicht äußerlich. Ich habe es nie zum Ausdruck gebracht. Ich hatte Anstand, im Gegensatz zu denen, die mich bespuckten. Oft ist das Missverständnis für meine eigene Psyche nicht vorhanden. Man wird aggressiv sich selber Gegenüber. Man sollte gleiches, nicht mit gleichem vergelten. Vielleicht hielt mich keine Sittlichkeit davon ab, vom Opfer zum Täter zu werden. Gerade die, die mich fertig gemacht haben. Welch Hass ich denen gegenüber innerlich entwickelte. Es sollte wohl alles so kommen, wie es gekommen ist. Besser ist es. Das bin nicht ich.

Oft ist es die Depression. Die eigene Psyche, der ich manchmal gehörig eine runter hauen könnte. Am liebsten würde ich sie vertreiben. Ich hasse es. Ja genau. Ich hasse es, von ihr fertig gemacht zu werden. Diese vielen Figuren im Spiel. Ich würde gerne alleine meine Runden drehen. Mensch Ärgere dich nicht ohne Ärger. Ich schreibe Zeile für Zeile. Das geht immer. Das entlädt mein Stammhirn und das, was von dem Rest noch über ist. 

Hass der Situation. Durch Reizüberflutung, reißt in manch Situation, der Faden. Ich hasse es so, wenn der Faden dünner ist, als es geplant war. Ich hatte ein Tau bestellt. JA VERDAMMT. Falschlieferung. Aber bei der DNA machen sie keine Ausnahme. Das kann man sich nicht aussuchen. Man stellt sich so oft etwas anderes vor. Etwas besseres. Zumindest existiert das in meinem Kopf. Zuweilen ist der Kasper in meinem Kopf etwas ungezogen. Das bin nicht ich, das ist der andere, nicht steuerbare Teil in mir. Das klingt fast schon nach einer Ausrede. Aber wenn ich euch das sage, glaubt mir. Man kennt ihn. Den bösen Teil in einem.

Hass hat so viele Facetten. Ich hasse mich ganz oft. Mich und die Depression. Andere Eigenarten, die aber für die anderen okay sind. Manchmal muss man laut schreien. Alles muss raus. Dann geht es wieder. Die Momente, in denen ich mich ganz okay finde, die gibt es auch. Öfter als es schon oft der Fall war. Ich arbeite daran. Nicht das ihr denkt, das ich verbissen und hasserfüllt bin. Ganz und garnicht. Niemals. Ich bin ich und das ist okay so. Jeder der mich kennt, weis das.

Author: merten