Wie ist das, mit dem schreiben?

Ich wollte unbedingt mal einen Text eröffnen, in dem es um das Thema „Texte schreiben“ geht. Das mache ich aber noch garnicht so lange. Etwas seit 3 Jahren. Wie bin ich dazu gekommen? Wie entwickle ich mich? Worüber habe ich mir Gedanken gemacht? Was habe ich hinterfragt? Mir gibt das Schreiben sehr viel und ich hoffe, das es anderen Menschen auch ein klein wenig gibt. Nun leg ich mal los. 

Ich schreibe meine Gedanken auf, wenn mich etwas belastet oder mich beschäftigt. So wie ein Art Tagebuch.  Ich mache das total ungezwungen, weil ich mit dem Druck, es jeden Tag schreiben zu müssen, nicht umgehen kann. Das ist mir dann zu viel. Vielleicht auch, weil ich oft den Antrieb für so etwas konstantes nicht finde, wegen der Depression. Aber mir hilft das total. Oft muss man für sich den besten Weg finden, wenn man so etwas machen will, um sich nicht selbst unter Druck zu setzen. Ich hatte irgendwann das Bedürfnis, mein Leben mit anderen zu teilen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen hilft es mir, meine Probleme nieder zu schreiben und zum anderen hilft es hoffentlich auch anderen, wie es mir auch geholfen hat. Ich will dir Mut machen. Dir das Gefühl geben, nicht alleine zu sein. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, meine Texte hier zu veröffentlichen. Für mich selbst, war es in der schwierigen Zeit hilfreich, von anderen zu hören, denen es genauso ergeht, wie mir. Das ist heute auch noch so. Ich bin keiner der Texte schreibt, die einem sagen, wie man was zu machen hat. Ich schreibe keine Aufklärungstexte, die euch sagen: So muss das sein. Ich schreibe Texte über mein Leben, Krankheiten, meine Empfindungen und Gefühle dazu. Sie sollen euch Mut machen und euch ein gutes Gefühl geben.

Ich bereichere meine Texte von mal zu mal. Das ist ein Prozess der teilweise Monate dauert. Ich lese meine Texte immer wieder gegen. Oft fällt mir dann noch ein, was ich dazu noch zu sagen habe. Erst wenn alles passt, wenn ich alles gesagt habe, wenn Satzzeichen passen, dann schick ich den Text online. Dennoch lasse ich zwischen dem Lesen immer ein paar Tage Zeit, denn sonst läuft der Text über und wirkt mit der Zeit, für mich, unattraktiv. Ich schreibe meine Texte in extrem Situationen, in denen ich ganz nah am Gefühl bin. Ganz nah an der Emotion. Ich weiß nicht ob es den Moment geben wird, wo ich nicht mehr weis, worüber ich schreiben soll. Die Gedanken hatte ich schon. Das wird sicher irgendwann der Fall sein. Bisher gab es aber immer irgend einen ausschlaggebenden Themengrund. Wenn es so kommen sollte, dann war das ein wichtiges Kapitel in meinem Leben, das ich schließen kann. Aber daran ist noch nicht zu denken.

Anfangs hatte ich sogar über einen Youtube Kanal nachgedacht. Ich hinterfrage aber immer alles. Zum einen wollte ich etwas Anonymer bleiben und mich nicht so offen präsentieren, um mich nicht noch angreiflicher zu machen, zum anderen gibt es im Internet Hater. Oft haten viele einfach nur, weil es ihnen Spaß macht. Zwei Gründe, warum ich keinen Kanal machen werde. Ich würde damit zur Zeit nicht klar kommen und kann das mit mir nicht vereinbaren. Das geht mir zu nahe. So kann ich etwas distanzierter sein, weil nicht jeder so direkt kommentiert und mich keiner so direkt sieht.

Sie hassen, beschäftigen sich aber damit. „Die Anzahl deiner Neider, bestätigt deine Fähigkeiten.“

Es gibt sie eben die Hater. Sie wird es immer geben. Die Kompliziert denkenden. Sie haben alle einen traurigen Grund. Sie sind anscheinend das Leittier der Gesellschaft. Die Definition von Perfektion. Das Non Plus Ultra. Die Creme de la Creme. Für sich selber. Aber warum machen sie das? Ich kann es nicht nachvollziehen. 

„Ich habe mich für dieses Format entschieden, nach vielen Fragen, die ich mir selber gestellt habe. Vielleicht ist mir das auch sicherer so.“

Ich merke zunehmend, das vor allem in Facebook, sehr schnell eine Diskussion entfacht ist. Diese wird beleidigend. Da geht es teilweise richtig zur Sache. Ich kann das nicht mehr ertragen. Ich find das furchtbar sinnlos. Mittlerweile halte ich mich dort mit meiner Meinung zurück und klicke ganz schnell weiter. Mir macht das schlechte Laune. Ich kann mich erklären. Ich teile meine Meinung nicht mehr in sozialen Netzwerken. Ich Versuche auch hier, immer Themen auszulassen und sie für mich zu behalten, wenn es zu viele verschiedene Meinungen darüber geben, sie entweder total verzerrt oder es passieren könnte, das es ausarten kann oder sie für mich Probleme verursachen könnten. Jeder darf seine Meinung haben. Keine Frage. Aber ich habe das Gefühl, das es durch die Sozialen Medien dazu kommt, das einige über sich hinaus wachsen. Das sie die Meinung der anderen ändern wollen. Das ist nicht das, was ich will. Eine gesunde Meinungsdiskussion wäre mir wichtig.

Nun schreibe ich Texte. Wie ist das für mich? Texten im Detail. Ehrliche Gefühle.

Man fühlt sich selbst ertappt, wenn man merkt, das man mit seinen Texten Aufmerksamkeit und Verständnis erhaschen will, auch wenn es nur ein klein wenig so ist. Aber so ist das nun mal. Man versucht, sich nicht ständig zu wiederholen, weil man verstanden werden will. Ich Jammer auch nicht. Ich würde das Wort umbenennen wollen, wenn ich die Macht hätte. Was ist das überhaupt für ein unempathisches Wort? Schon verletzend. Ich konnte damit noch nie so richtig umgehen. In manchen Situationen mag das passen. Aber nicht in so einer Situation. Das Wort wird mißbraucht, für die falschen. Nicht für die, die sich helfen lassen. Darüber werde ich noch einen Text veröffentlichen. Irgendwie ist man verzweifelt. „Ich schreibe doch die Texte für mich, aber eben nicht nur für mich.“ Vielleicht will man auch nur jemand, der einem zuhört. So muss das gewesen sein. Nun, was habe ich wirklich für ein Ziel? Ich will mir und anderen damit helfen. Das ganze drum herum, ist doch menschlich. Was klar ist, das ich das nicht mache, um damit bei anderen zu Punkten, um Fans zu bekommen. Für mehr Klicks auf meiner Facebook Seite. Für was denn auch? Für mein Leben? Das ist mein Leben garnicht Wert. Jeder hat zu kämpfen. Wirklich jeder. Ich will Mut machen. Menschen ein gutes Gefühl geben. Mir ein gutes Gefühl geben. Nur das. So ist das! 

Ich bin in der Entwicklung. Was die Entwicklung eben alles so interessantes mit sich bringt. Ich nehme es sehr intensiv wahr. Meine Texte werden reifer. Die Themen tiefgründiger. Die Veröffentlichungen schwanken mit mir. Pausen. Auf und ab’s, wie sie jeder erlebt. 

Ich schaue viele Youtube Dokus und Reportagen. Bin wissbegierig. Darunter den Kanal von PULS – DIE FRAGE. Auch sie haben das Thema Hater einmal unter die Lupe genommen. Sehr interessant wie ich finde. Zugleich aber auch erschreckend. Sie erklären ganz gut, warum das mit dem Haten und den Sozialen Medien so krass geworden ist.

Author: merten